DE / EN
 
 
ÜBER
ISSUE N°1
ISSUE N°2
ISSUE N°3
ISSUE N°4
ISSUE N°5
ISSUE N°6
VERTRIEB
PRESSE MATERIAL
SUPPORTED BY
KONTAKT
IMPRESSUM
 
 
STREULICHT N°1
PHOTOGRAPHY - PERFORMANC
E
RELEASED ON 31.10.2012

PRÄSENTIERT BEI:
NY ART BOOK FAIR
PARIS PHOTO
OFF PRINT PARIS
 
 
 

"Il n'y a pas, il ne saurait y avoir d'images dans la conscience. Mais l'image est un certain type de conscience. L'image est un acte et non une chose. L'image est conscience de quelque chose."1

Das Medium der Fotografie birgt eine paradoxe Temporalität. Dem Akt der Bildwerdung ist ein Davor, Währenddessen und Danach eingeschrieben. Gleichzeitig verbindet das Lesen von Fotografie diese drei "Modi" und verschafft dem Medium die Möglichkeit, den Aktionsradius der Bilder zu entgrenzen. Der Begriff der Performanz verleiht der Fotografie das notwendige Potenzial, diese Schwellen und Grenzen zu markieren und zu benennen.

"Photographs, therefore, are not just indexical because light happened to be recorded in an instant on a piece of photosensitive film, but because, first and foremost they were taken. The very act of photography, as a kind of performative gesture, which points to an event in the world, as a form of designation that draws reality into the image field, is thus itself a form of indexicality."2

Dieses Deuten der Bilder einerseits durch den/ die BetrachterIn, andererseits durch die Gesten der Bilder selbst, fordert ein Verständnis von Handlungen und Ereignissen als Akte, welche sich im Entstehen artikulieren. Die Performanz des Bildes ist ein essentieller Ausgangspunkt von unterschiedlichen Wissensdisziplinen (Linguistik, Soziologie, Kunstwissenschaft), um die Reflexionen über Bilder selbst als Teil der Bilder zu begreifen. Sie öffnen das Bild zu einem Vorstellungsraum und vice versa.
Das der Fotografie vermeintlich eingeschriebene Es ist so gewesen wird zu Gunsten einer Möglichkeitsform verschoben. Mit jeder neuen Betrachtung, jedem / jeder BetrachterIn reaktiviert sich das Motiv und generiert die Option auf neue Bildfunktionen.

Die Transgression des Bildes von der Repräsentation eines Ereignisses hin zu dem Ereignis selbst, ist eine der zentralen Koordinaten sowohl auf diskursiver als auch bildimmanenter Ebene der ersten Ausgabe von Streulicht – ein Magazin für Fotografie und Artverwandtes.

1 J.-P. Sartre: L'Imagination, Paris, PUF, 1936, coll. Quadrige, S.182

2 David Green/ Joanna Lowry: From Presence to the Performative: Rethinking Photographic Indexicality, in : David Green (Hg.), Where ist the photograph? Brighton 2003, S. 2

 
 
 
MIT BEITRÄGEN VON  

PIRMIN BLUM
THOMAS DRASCHAN
HERIBERT FRIEDL
MARLENE HARING
SOPHIA HATWAGNER
MATTHIAS HERRMANN
JAN MACHACEK
WALTER MOSER
LISL PONGER
SUSANNE PUHONY & BJÖRN WESTPHAL
CHRISTIAN RUPP
MAX SCHAFFER
TINA SCHULA
ANDREAS SPIEGL
PETRA STEGMANN
FELICITAS THUN-HOHENSTEIN
ANITA WITEK
INA WUDTKE
BARBARA ZEMAN

featuring:
ANITA BERBER & SEBASTIAN DROSTE
JEAN-LUC GODARD
ALFONS SCHILLING
CHRISTOPH SCHLINGENSIEF

 
 
 
ISSUU.COM VORSCHAU  
 
 
     
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Fotos © Mario Kiesenhofer